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Verarbeitungsverfahren

Tribological Part Production

Fertigteile aus ZEDEX® Polymere stellen wir für Sie kostengünstig mit dem optimalen Verfahren in jeder Menge her.

Spanabhebende Bearbeitung

Zur Herstellung Ihrer Produkte stehen uns folgende Verfahren zur Verfügung:

CNC Fräsen

X-; Y-; Z; 4-Achse
HRT210-CNCCB Keilstangenfutter Röhm Ø 200mm / 3

  • X-1270 mm; Y-508 mm Z-635 mm 
    Aufspannfläche: 1.321 x 457 mm
  • X-1016 mm; Y-406 mm Z-406 mm
    Aufspannfläche: 1.465 x 265 mm
  • 4-Achse mit Reitstock Außen-Ø 349 mm Werkstücklänge: < 730 mm; Höhenunterlage: 54 mm
  • 4-Achse mit Aluvorrichtung Außen-Ø 210 mm mit Rechtecktasche Breite: 83 mm Länge: 110 mm bis 400 mm für Segmentwinkel Sehnenmaße fräsen

CNC Drehen

X-; Z-; Y-;
HS-C-; GS-C-Achse Automatisiert mit Robi

  • bis Außen-Ø 65mm von der Stange mit Kurzstangenlader, angetriebenen Werkzeugen und Teilefänger
  • von Aussen-Ø 70mm bis Außen-Ø 102mm, von der Stange mit Stangengreifer
  • Futterarbeiten größer Ø 60 bis <= Ø 210mm; <= Ø 250mm; <= Ø 400mm
  • von Serien bis Außen-Ø 65mm mit CNC-Hochleistungs-Drehmaschine, Roboterarm für Werkstückzuführung, Abgreifen der fertigen Werkstücke aus dem Bearbeitungsraum und Ablegen im Teilemagazin.

CNC Drehautomat

Lang/ Kurz- Drehautomat mit Stangenlader und 2-Kanal Steuerung

  • von Ø3 bis Ø20,8mm von der Stangenlänge: 3.000mmmax.
  • Teilelänge: 76mm
  • Haupt- und Gegenspindel, angetriebene Werkzeuge für Querbohrungen, oder Schlüsselfläche fräsen
  • Rückseitbearbeitung, Teileauswurf Gegenspindel und ausfahrbarer Teilefänger

Drehen konventionell

  • bis Außen-Ø 60mm von der Stangelänge 1000 mm
  • Futterarbeit mit Lünette Außen-Ø 15 mm bis Ø 373 mm über Quersupport , Werkstücklängen < 750mm
  • Überdrehen zwischen Spitzen, mitlaufende Lynette Ø 35 mm <Ø50 mm; Werkstücklängen max. 1.800 mm
  • Drehlänge bei Bohrungen < 1.000 mm
  • Planscheibenarbeit bis Außen-Ø 500mm, Werkstücklängen < 250mm

Schleifen

  • Spitzenlos ab Ø 10 mm bis max. Ø 150 mm
  • Längen 1000 bis 3000mm
  • Toleranz 0,1 mm

Gewinden

drehen oder fräsen
RH oder LH
eingängig & mehrgängig

 

  • Befestigungsgewinde z.B. M30
  • Bewegungsgewinde z.B. TR20x4
  • Rohrgewinde nach internationalen Normen z.B. Rohr-NPT ¼“ kegeliges Außengewinde
  • Halbschalen ohne Spalt mit Sondergewinden nach Kundenwusch.

Abrichten - Profilieren

  • Dicke 2 mm bis 100 mm
  • Breite 10 mm bis 795 mm
  • Länge < 3000 mm
  • Profilbreiten Werkzeug und Vorrichtungs bedingt: 40mm; 50mm; max.80mm
  • Kanten fasen: mit Anlaufrolle 30 Grad; 45 Grad; verstellbar von 0° bis 85 Grad Fasenlänge max. 50mm
  • Kanten runden mit Anlaufrolle: R2; R3; R4; R5; R6,35; R8

Sägen

Rund

  • Ø: < 400mm;
  • Längen: < 3.000mm

Flach

  • Dicke < 100 mm
  • Breite < 1000 mm
  • Länge < 3000 mm

Hobeln mit Vakuumtisch

Breite < 600 mm

  • Dicke > 3 bis < 300 mm

Breite < 200 mm

  • Dicke: <3 bis 2mm mit Hobelunterlage

Breite < 100 mm

  • Dicke: <2 bis 1mm mit Hobelunterlage

Aufrauhen von Klebeflächen

  • Dicke 2 mm bis 50 mm
  • Breite 10 mm bis 1000 mm
  • Länge < 2000 mm

 

3D Druckverfahren

Der 3D-Druck Technologie (additive Fertigung) sind im Bezug auf Komplexität nahezu keine Grenzen gesetzt. Eine mittlerweile sehr umfangreiche Materialauswahl und Nachbearbeitungsvielfalt eröffnen Ihnen neue Möglichkeiten. Durch unsere diversen selbstproduzierten 3D Tribofilamente wissen wir genau, welches Material für Ihr Vorhaben geeignet ist und beraten Sie hierbei ebenso gern.

Lassen Sie sich von uns beraten – wir haben eine Lösung.

Gießen

  • maximaler Außendurchmesser 2000mm
  • maximale Gießgewicht 80kg

Spritzgussverfahren

  • 1-, 2 Komponenten
  • Einlegeteile (z.B. Gewindeeinsätze)
  • Artikelgewicht 0,5 bis 1600 g
  • Werkzeugbau
  • Prototypenwerkzeuge (Aluminium)

Konturfräsen

  • maximale Dicke 100 mm
  • maximale Breite 600 mm
  • Toleranzen ±0,05 mm

Schweißen

  • Heißluftschweißen
  • Spiegelschweißen
  • Automatisiert oder Konventionell

Beschichtung - Ummanteln

  • Dickwandige Beschichtung mit ZEDEX Hochleistungskunststoff auf metallischen Zylindern.
  • Auskleidungen von metallischen Körpern mit ZEDEX Hochleistungskunststoff.

Kennzeichnung

  • Gravur ab 2,5 mm Schrifthöhe
  • Siebdruck ab 5 mm Schrifthöhe
  • Inkjet ab 10 mm Schrifthöhe

Nuten fräsen

  • Nutbreite: 2,2-4,0x 20mm Nuttiefe
  • Nutbreite: 4,0-7,5x 37,5mm Nuttiefe
  • Nutbreite: 7,5-14,5x 37,5mm Nuttiefe

Kleben

  • Dosiert: Einkomponentenklebstoffe
  • Dosiert: Zweikomponentenklebstoffe

Thermische Nachbehandlung von Halbzeugen

Einleitung

Werden Kunststoffe einer Wärmebehandlung unterzogen,
wird dies als Tempern bezeichnet. Ziel des Temperns ist die Reduktion von  Spannungen und die Erhöhung der Kristallinität.

Alle ZEDEX® Hochleistungskunststoffe sind thermisch nachbehandelt, um den verarbeitungsbedingten inneren Stress zu reduzieren.

Wenn die Festsitztemperatur für eingepresste Gleitlagerbuchsen erhöht werden soll, ist zweimaliges Tempern bei der Einsatztemperatur ratsam. Jedoch darf die zulässige Dauergebrauchstemperatur beim Tempern nicht überschritten werden.

 

Wann ist Tempern ratsam?

In folgenden Fällen empfehlen wir ein zusätzliches Tempern und / oder Zwischentempern vor der Endbearbeitung:

  • wenn enge Toleranzen gefordert sind
  • wenn der Materialabtrag unsymmetrisch ist oder eine große Spanabnahme erforderlich ist
  • bei großen Wanddickenunterschieden des Fertigteils
  • wenn scharfe Ecken und Kanten bei der Bearbeitung gefertigt werden
  • wenn das Fertigteil starke Querschnittssprünge aufweist

Durchführung des Temperprozesses

Das Tempern sollte in einem Umluftofen erfolgen. Die Temperatur im Ofen folgt einer Rampenfunktion (siehe Abb. 2). 

Die  Aufheizgeschwindigkeit beträgt 20 °C pro Stunde, die Abkühlgeschwindigkeit 10 °C pro Stunde.

Höhere Heiz- und Kühlgeschwindigkeiten sollten vermieden werden. Die Haltedauer ist abhängig von der maximalen  Wanddicke des Tempergutes und kann aus Abb. 3 entnommen werden.

Die Haltetemperatur ist vom Werkstoff abhängig und wird aus Tabelle 4 auf Seite 87 entnommen.

Der Temperprozess ist beendet, wenn die Endtemperatur erreicht ist. Ab diesem Zeitpunkt kann der Ofen ausgeschaltet werden. Die Entnahme des Tempergutes sollte jedoch erst bei Raumtemperatur erfolgen.

 

Hinweise zum Temperprozess

Ein genügend großes Aufmaß muss vor dem Tempern vorgesehen werden. Eine Unterstützung des Tempergutes während des Tempervorganges reduziert die Durchbiegungen und Verformungen. Durch das Tempern können an der Oberfläche Oxidschichten gebildet werden, die eine farbliche Veränderung aufweisen. Diese reichen maximal 0,2 mm tief in das Halbzeug hinein und werden in der Regel durch die spanabhebende Bearbeitung entfernt.

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Spannungen

Bei der Verarbeitung (Extrusion und Spritzguss) entstehen technologisch bedingte Orientierungen innerhalb der Kunststoffstruktur.

Die Kunststoffstruktur erstarrt aus der Schmelze in einer  “erzwungenen Lage“, was eine permanent wirkende, rücktreibende Kraft bewirkt und „eingefrorene“ Spannungen im Kunststoff erzeugt. Werden nun zusätzlich noch äußere Kräfte aufgebracht, z.B. durch ungünstige spanabhebende Bearbeitung, überlagern sich die inneren und äußeren Spannungen und es kann zur Überschreitung der Festigkeit und damit zum Reißen oder Platzen des Halbzeuges kommen.

Spannungsabbau, Verzug

Durch langfristige Lagerung des Halbzeuges oder Fertigteiles reduzieren sich evtl. vorhandene Spannungen aufgrund von Spannungsrelaxation eigenständig.

Hierbei reduzieren sich die Spannungen aufgrund von Verformungen (Verzug). Dies kann auch während der Anwendung des Fertigteils auftreten.

Durch die Einlagerung des Kunststoffes bei Temperaturen nahe der Formsteifigkeit wird die Beweglichkeit der Ketten erhöht und so die Spannungsrelaxation beschleunigt. Der Spannungsabbau und der damit einhergehende Verzug erfolgt  chneller und intensiver.

Wird das Halbzeug nach der Verarbeitung einem Temperprozess unterworfen, wird der Verzug teilweise vorweggenommen.

Kristallisationsgrad

Teilkristalline Kunststoffe haben das Bestreben, teilweise zu kristallisieren. Durch die Verarbeitung ist die Kristallisation im Materialquerschnitt nicht gleichmäßig.

Ebenso bestehen Unterschiede im Grad der Kristallisation von dickwandigen zu dünnwandigen Halbzeugen.

Durch eine anschließende Erwärmung des Halbzeuges über die Kaltkristallisationstemperatur, gefolgt von einer langsamen Abkühlung, wird der Kristallisationsgrad erhöht und auf ein gleichmäßiges Niveau gebracht.

Diese Kaltkristallisation erreicht jedoch nicht die hohen Kristallisationsgrade wie eine langsame Abkühlung direkt aus der Schmelze heraus.

Durch die Kalt- oder Nachkristallisation erfahren die Halbzeuge einen Verzug und nachfolgende  Eigenschaftsveränderungen:

 

  • geringere Bruchdehnung
  • höhere Dichte
  • höhere Steifigkeit
  • höhere Festigkeit
  • höhere chemische Beständigkeit
  • höhere Diffusionsdichtigkeit
  • höhere Gleitverschleißfestigkeit
  • höherer pv-Wert
  • höhere Wärmeleitfähigkeit
  • höhere Schmelztemperatur
  • Erhöhung der Festsitztemperatur für eingepresste Gleitlagerbuchsen (zweimaliges Tempern bei Einsatztemperatur erforderlich)

Durchführung des Temperprozesses

Vor der Auslieferung werden die Halbzeuge aus ZEDEX® Hochleistungskunststoff einer thermischen Nachbehandlung unterzogen, so dass bei einem Standard-Temperprozess beim Anwender nur sehr geringe Steigerungen des Kristallisationsgrades möglich sind. Werden höhere Kristallisationsgrade benötigt, sprechen Sie uns bitte an.

Sie haben eine Frage?

Dann schreiben Sie uns. Wir werden uns umgehend bei Ihnen melden.